Sportlermesse mit Fußball-Segnung
Kinder an der Orgel
Pater und Jugendliche am Lagerfeuer
 
 

Augustsammlung der Caritas als „Schutzschicht vor der Wüste“

Unter dem Motto „Ihre Spende kann Wunder wirken“ startete die Caritas ihre diesjährige Augustsammlung. Schwerpunktland der Caritas-Hilfe ist heuer der Senegal. Für die Bewohner der armen Regionen des Sahels ist die Sahara lebensbedrohlich. Lukas Steinwendtner, Leiter der Auslandshilfe der Caritas St. Pölten, gibt Beispiele für „Schutzschichten“, die Dörfer vor der Bedrohung durch die Wüste schützen können: „Ein moderner Brunnen kann das Leben eines gesamten Dorfes nachhaltig verändern.“ Doch auch das „einfache wie bestechende“ Modell einer Getreidebank kann so eine Schutzschicht sein. Diese Projekte können durch die Augustsammlung der Caritas finanziert werden.
„Existenzsichernde Initiativen an den afrikanischen Brennpunkten der Not sind die klügste und menschlichste Lösung für Afrika und Europa. Nur so können die Menschen in ihrer Heimat dauerhaft Wurzeln schlagen“, ist Franz Küberl überzeugt. Der Caritas-Präsident ist soeben von einem Lokalaugenschein im Senegal zurückgekehrt. Wie in den anderen Ländern der Subsahara kämpfen auch dort die Bauern mit wiederkehrenden Dürren.


Zum Start der diesjährigen Caritas-Augustsammlung bittet Küberl deshalb die Menschen in Österreich um ihre Mithilfe. „Konkret wollen wir gemeinsam mit der österreichischen Bevölkerung ein paar dutzend Dörfer in der Sahelzone fruchtbar machen. Bitte, helfen Sie uns, Wüstendörfer in fruchtbare Bauerndörfer zu verwandeln. Mit 15 Euro können Sie beispielsweise im Senegal 10 Bananenstauden-Setzlinge kaufen. Mit 40 Euro einen ganzen Garten anlegen. Mit 160 Euro Saatgut für eine verarmte Familie erstehen."


„Jeder Spendeneuro wird vervielfacht“


"Durch die Caritas und das Engagement der betroffenen Menschen wird jeder Spendeneuro vervielfacht", betont Lukas Steinwendtner. Der Auslandshilfechef der Caritas St. Pölten, der Küberl auf seiner Senegal-Reise begleitet hat, nennt ein Beispiel: „Schon ein Brunnen um 5000 Euro kann im Senegal das Leben eines ganzen Dorfes verändern: Sauberes Trinkwasser, das die Kinder nicht krank macht. Genug Wasser, um die Schafe und Ziegen zu tränken und Gemüse zu pflanzen. Kein Hunger, kein stundenlanges Wasserschleppen mehr: Für die Menschen im Senegal sind das alles kleine Wunder.“


Insgesamt unterstützt die Caritas Auslandshilfe mit den Spenden aus der Augustsammlung in 309 Projekten in Afrika, Asien und Lateinamerika Menschen in konkreten Armutssituationen. Von Ernährungszentren für Babys im Sudan über Wasserprojekte in Burkina Faso und Kenia bis hin zu Landwirtschaftsprogrammen im Senegal und Äthiopien oder auch Kinderpatenschaftsprogrammen in Afrika, Asien und Lateinamerika. „Jeder Euro ist wichtig und jeder Euro hilft. Immerhin kommen zwei Drittel unserer Auslandshilfemittel aus Spenden“, erklärt Christoph Petrik-Schweifer, Auslandshilfechef der Caritas Österreich.


Als Antwort auf die große Not im „globalen Dorf“ – immerhin lebt eine Milliarde Menschen weltweit in absoluter Armut – braucht es allerdings viel mehr als das Engagement einzelner Menschen und der Zivilgesellschaft, ist Caritas-Präsident Küberl überzeugt: „Es braucht einen globalen Kraftakt. Ich fordere die österreichische Bundesregierung auf, den mehrfach fix versprochenen Stufenplan zur Erhöhung der Entwicklungshilfe endlich vorzulegen und auch einzuhalten.“ Um sicherzustellen, dass das Geld tatsächlich gezielt zur Armutsbekämpfung eingesetzt wird, müssten zudem die Mittel für die staatliche Entwicklungsagentur ADA verdoppelt werden.


Die Caritas-Augustsammlung kommt auch heuer mit geringen Werbekosten aus. Die Bawag/PSK Gruppe und Western Union unterstützen als Hauptsponsoren die Augustsammlung. Die Caritas dankt auch der Katholischen Männerbewegung und den 3000 Pfarrern und Pfarren, die die Caritas-Augustsammlung mittragen.


Caritas-Augustsammlung 2009: "Ihre Spende kann Wunder wirken"
Spendenkonto: P.S.K. 7.700 004, BLZ 60 000, Kennwort: Augustsammlung
Online-Spenden unter: www.caritas.at