Fronleichnamsprozession
Fest der Familie
Lange Nacht der Kirchen
Mai
31
8:30, Dienstag, 31. Mai 2016
,
Mai
31
15:00, Dienstag, 31. Mai 2016
Tulln, GARTEN TULLN
Jun
1
15:00, Mittwoch, 01. Juni 2016
St. Pölten, Franziskanerkirche
 
 

„Allein vor Gott zu knien ist der Anfang der Erlösung“

„Drei Lebensfragen“ stellte Propst Mag. Maximilian Fürnsinn vom Stift Herzogenburg bei der Aschermittwochandacht im Niederösterreichischen Landhaus für Landesbedienstete, Beamte und Landespolitiker. „Wovon lebe ich? Vor wem knie ich? Wem vertraue ich?“ Diese Fragen könnten in der Fastenzeit eine innere Neuausrichtung bringen.
Besitz, Leistung oder gesicherte Positionen könnten im Leben zu „Götzen“ werden, machte Propst Fürnsinn in der vollen Landhauskapelle aufmerksam. Diese Werte seien in sich nicht schlecht, doch reichten sie für ein erfülltes Leben nicht aus. Der Mensch sei „viel zu groß, als dass er an den Dingen und an sich selbst genug haben könnte“, erklärte Fürnsinn und zitierte die hl. Theresia von Avila: „Nur Gott allein genügt.“


In der Folge sei auch die Frage zu stellen, vor welchen Autoritäten und Instanzen „ich mich zu schnell beuge“, so Fürnsinn, wo Angst, Abhängigkeiten und falsche Kompromisse das Leben einschränkten. Niemand könne dauerhaft in Abhängigkeit und Unterdrückung leben. In der Fastenzeit gehe es deshalb auch darum, Beziehungen zu überprüfen. „Allein vor Gott zu knien ist der Anfang der Erlösung“, betonte Fürnsinn.


Schließlich führe die Frage, wem ich vertraue, zur „wichtigsten Grundhaltung des Menschen“: Wo Vertrauen fehlt, werde das Leben brüchig, sagte Propst Fürnsinn. Freiheit und Liebe seien ohne Vertrauen nicht möglich. So sei auch Glaube letztendlich Gottvertrauen.


Die Aschermittwochandacht im NÖ Landhaus veranstaltete der Katholische Akademikerverband der Diözese St. Pölten. Musikalisch gestalteten die Feier Mag. Dr. Angelika Beroun-Linhart an der Orgel sowie die Gitarristen Julia Herzog und Markus Salzer von der Musikschule St. Pölten.