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17 neue Diakone für die Diözese St. Pölten

Bischof DDr. Klaus Küng wird am Sonntag, dem 30. Oktober um 15 Uhr in der Stiftskirche Melk 17 Männern zu Diakonen weihen. Diese Männer werden als ständige Diakone in der Diözese tätig sein, sechs davon im hauptamtlichen kirchlichen Dienst und elf werden ehrenamtlich, vor allem in der pfarrlichen Pastoral eingesetzt. Die neuen Diakone kommen aus verschiedenen Berufen, einige sind im diözesanen Dienst, einige Beamte, einer kommt aus dem Bereich Altenbetreuung, einer aus dem Lehrberuf und einer ist Biobauer. Alle außer drei Kandidaten sind verheiratet.
In der Diözese St. Pölten wurden die ersten ständigen Diakone 1970 geweiht. Heute wirken in der Diözese 45 ständige Diakone, vornehmlich ehrenamtlich in den Pfarren. Nur sieben sind im hauptamtlichen Dienst.
Da seit längere Zeit keine Ausbildung zum Diakon angeboten wurde, sei ein gewissen "Nachholbedarf" gegeben, sagte Prälat Mag. Franz Schrittwieser, Ausbildungsleiter und geistlicher Begleiter der ständigen Diakone. Die letzte Diakonenweihe für ständige Diakone in der Diözese St. Pölten war 2001. Viele Kandidaten hätten nun ihre Berufung entdeckt, Freude daran gefunden und seien von ihren Seelsorgern, Freunden und den Gemeinden zu diesem Schritt ermutigt und motiviert worden, weist Schrittwieser hin. Die Ausbildung zum Diakon dauert nach einer grundlegenden theologischen Ausbildung drei Jahre.
Für den nächsten Kurs, der im kommenden Frühjahr beginnen wird, sind bereits 24 Kandidaten vorgemerkt.


Seit II. Vatikanum eigenständiges Amt
Nach katholischem Kirchenrecht ist der Diakonat die erste Weihestufe, und die letzte Stufe für Priesteramtskandidaten vor ihrer Priesterweihe. Das Zweite Vatikanische Konzil hat das Amt des ständigen Diakons wieder als eigenständiges Amt der Kirche erklärt. Ein Diakon darf Wortgottesdienste halten, die Kommunion austeilen, taufen, der Spendung des Ehesakramentes vorstehen und Begräbnisse leiten sowie andere seelsorgerische und liturgische Aufgaben übernehmen.
Die ersten Diakone werden in der Apostelgeschichte im neuen Testament erwähnt: Es sind Männer, die gewählt werden, um die Apostel von praktischen Arbeiten zu entlasten und ihnen so mehr Zeit für die Verkündigung zu geben. Dieser Dienst hat sich in der weiteren Geschichte als Durchgangsstufe zum Priesteramt entwickelt, ehe das zweite Vatikanische Konzil den Diakon wieder als ein eigenständiges Amt erklärt hat.