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130 Tonnen Lebensmittel vor Vernichtung bewahrt

Ein Jahr ist es her, dass in St. Pölten der Sozialmarkt SOMA eröffnet wurde. 130 Tonnen geschenkter Lebensmittel, die ansonsten entsorgt worden wären, wurden seither umgesetzt, 848 Kunden sind bis dato registriert. Aber nicht nur die wirtschaftliche Bilanz "stimmt": "Der Sozialmarkt und das Soma-Cafe sind ein Ort der Hoffnung für viele geworden, deren Hoffnung zerstört wurde", hob Emmaus-Geschäftsführer Karl Rottenschlager beim Geburtstagsfest am Leopolditag die menschliche Komponente hervor. Zu Jazzklängen von Freddies Dixie Swingers enthüllte SOMA-Geschäftsführer Walter Feninger gemeinsam mit Sponsoren den rundum überholten, betriebseigenen Lkw. Alle zehn St. Pölter Apotheken, Elektroinstallateur König aus Herzogenburg, die Rotarier, die Firma Biomin, die Katholische Männerbewegung und NR-Abg. Alfred Brader trugen dazu bei, dass der Transporter nun in leuchtendem "SOMA-orange" erstrahlt.


40 Lieferanten


Stellvertretend für die über 40 Lieferanten, die laufend Lebensmittel zur Verfügung stellen, sagten Christoph Holzer, Leiter des SPAR-Zentrallagers St. Pölten und Landwirt Anton Prischink aus Rottersdorf, der den Sozialmarkt mit Erdäpfeln und Zwiebeln aus eigener Produktion versorgt, ihre weitere Unterstützung zu. "Wir bedanken uns dafür, dass sie uns die Möglichkeit geben, jene Lebensmittel, die in unserem Sinne nicht mehr verkaufsfähig sind, einer sinnvollen Verwendung zuführen zu können", lobte Holzer die Initiative.


Beim Geburtstagsfest gratulierten auch NR-Abg. Alfred Brader als Vertreter des Landeshauptmannes und AMS-Bezirksstellenleiterin Claudia Wrba. Die sechs Mitarbeiterinnen im Markt werden zu zwei Drittel vom AMS und einem Drittel vom Land NÖ gefördert.


Die Kunden, die im Sozialmarkt einkaufen, beziehen ihr Einkommen zu 35,6% vom AMS, zu 21,4% aus der Pension, zu 11,2% von der Sozialhilfe, aus der Versorgung für Fremde (8.6%) oder durch eigene Erwerkstätigkeit (6,4%). 70,38% der Kunden sind Österreicher, 28,78 % Staatsangehörige anderer Länder. - "Der Anteil der Ausländer liegt damit niedriger als in anderen Sozialläden in Österreich", erläuterte Marktleiterin Gabriele Haiderer.


2,70 Euro pro Einkauf


"Die Einnahmen aus dem Verkauf - durchschnittlich gibt ein Kunde pro Einkauf 2,70 Euro aus - dienen zur Finanzierung der Warentransport- und Lokalkosten, für Investitionen und zu einem kleinen Teil für Lohnkosten von zwei Mitarbeiterinnen, die durch das Bundessozialamt gefördert werden", so Haiderer.


Geschäftsführer Walter Feninger zeigte sich beim Geburtstagsfest optimistisch bezüglich einer Weiterentwicklung der SOMA-Idee: Gespräche mit hochrangigen Vertretern der Landesregierung ließen hoffen, dass das St. Pöltner Projekt Modellcharakter für ganz Niederösterreich bekomme: "Konkrete Überlegungen gibt es für Märkte in Krems, Amstetten und Wiener Neustadt.


Foto: U. Oswald