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Zahl ermordeter Christen dramatisch gestiegen

Weltkarte der Christenverfolgung

Wien/Sankt Pölten, 20.02.2019 (dsp) Die Zahl der ermordeten Christen ist im Jahr 2018 um die Hälfte gestiegen. Laut Weltverfolgungsindex des Hilfswerkes Open Doors wurden vom 1. November 2017 bis zum 31. Oktober des vergangenen Jahres 4.136 Christen aufgrund ihres Glaubens getötet.

Das seien 48 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, als die Zahl bei 2.782 gelegen habe.

Wie in den Jahren zuvor steht das kommunistische Nordkorea an der Spitze des Indexes. Open Doors schätzt die Zahl derer, die in Nordkorea aufgrund ihres Glaubens in „Gefangenenlagern“ Zwangsarbeit verrichten und Folter erdulden müssen, auf etwa 50.000 bis 70.000. Auf Platz 2 und 3 folgen die islamischen Länder Afghanistan und Somalia, dahinter stehen Libyen, Pakistan, Sudan und Eritrea.
Im islamisch dominierten Norden Nigerias (Platz 12) wurden Open Doors zufolge 3.731 und damit mehr Christen um ihres Glaubens willen ermordet, als in allen anderen Ländern zusammen. „Muslimische Fulani-Viehhirten, hochgerüstet mit AK-47 und schwereren Waffen, überfallen oft Dörfer vorwiegend christlicher Ackerbauern. Wegen der Ermordung ganzer Familien – wie beispielsweise in Jos im Oktober 2018 – sprechen viele Christen mittlerweile von ethnisch-religiösen Säuberungen. Meldungen, nach denen die islamistische Boko Haram besiegt ist, erweisen sich angesichts immer neuer Entführungen zumeist christlicher Mädchen als haltlos. Und selbst von den bekannten ‚Chibok-Mädchen‘ sind noch immer über 100 in Gefangenschaft“, so OpenDoors-Österreich.
Auch bei Angriffen auf Kirchen (569) stehe das westafrikanische Land an erster Stelle.

Weltweit sind laut des Hilfswerks mehr als 200 Millionen Christen in den 50 im Index aufgeführten Ländern einem hohen Maß an Verfolgung ausgesetzt. In diesen Staaten wohnen etwa fünf Milliarden Menschen, darunter 700 Millionen Christen.

„Druck auf Christen nimmt weiter zu“

„Der neue Index 2018 zeigt, dass die Intensität der Christenverfolgung im letzten Jahr abermals zugenommen hat“, sagt Kurt Igler, Leiter von Open Doors Österreich. „Außerdem haben wir 15 zusätzliche Länder registriert, in denen die Verfolgung ein hohes Ausmaß erreicht hat, viele davon in Subsahara-Afrika. Der Druck auf Christen nimmt weiter zu - umso dringlicher brauchen sie unsere Aufmerksamkeit und Unterstützung, damit sie nicht die Hoffnung verlieren“, appelliert Igler.

weitere Informationen:
https://www.opendoors.de/nachrichten/aktuelle-meldungen/neuer-weltverfolgungsindex-veroeffentlicht
https://www.opendoors.at/news/open-doors-veroffentlicht-den-weltverfolgungsindex-2019-alarmierende-zunahme-der