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Osterpredigt Bischof Schwarz: Sehnsucht nach Leben wird mit Ewigkeit beantwortet

Bischof Schwarz bei der Predigt zum Osterhochamt

St. Pölten, 23.4.2019 (dsp/kb) Die Auferstehung Jesu ist nicht das bloße „Wiederleben“, wie Bischof Alois Schwarz am Ostersonntag im Dom von St. Pölten betonte, sondern die Antwort auf die große Sehnsucht und Frage der Menschen nach dem „Wo bist Du, Gott?“. „Diese eine Frage, wenn dahinter unsere ganze Sehnsucht nach Leben steckt, wird mit Ewigkeit beantwortet“, so Schwarz im bis zum letzten Platz besetzten Dom.

Im Zurückblättern zu Lesung und Evangelium fände man den liebenden Gott, der eine Antwort auf die großen Fragen religiöser Menschen sei, so Schwarz, der über das Gehörte frei predigte. „Leben heißt nicht nur nicht tot sein, das wäre zu wenig“ führt Schwarz aus. Der Alltag sei nur eine Verkürzung des Lebens, und oft mit dem „Vorkosten des Todes“ verbunden: „Wer krank ist, weiß, dass zum Leben Gesundheit gehört. Wer einsam ist, weiß, dass zum Leben Liebe und Zuneigung gehört“, so Schwarz. Die Auferstehung Jesu zeigt uns, es braucht ein „Loslassen“, ein „Auslassen“ von „Anhäufungen der Seele“. Wir müssen „zurücklassen“, wie Maria von Magdala, die „frei von allem“ am leeren Grab steht und zuerst nicht fassen kann, was hier geschehen ist. Auch das beträfe uns: Verletzungen, Kränkungen, Traurigkeit der Seele, Enttäuschungen ganz hinter uns zu lassen, um Auferstehung begreifen zu können, so Bischof Schwarz.

Gerade auf die Begegnung Maria von Magdalas mit Jesus Christus geht Schwarz in seiner Predigt besonders ein, und zieht den Bogen vom Garten Eden in jenen Garten von Jerusalem, in dem der Auferstandene sich ihr, und damit den Menschen, zeigt. „Ob da nicht jetzt das Paradies wieder beginnt, im gelingenden Gespräch zwischen Mann und Frau“, so Schwarz. Mit diesem Augenblick kann nun auch „das Gespräch zwischen Mensch und Gott wieder gelingen“. Das Hin- und Hergerissensein von Maria von Magdala, die nicht fasse könne, was sie da erlebt, darin fände man uns Menschen. Diesen Moment, als sie Jesus als Auferstandenen begreift, ist die Begegnung des menschgewordenen Gottes mit uns. „Die Magdalenensekunde, wie wir sie oft nennen, diese Sekunde ist Auferstehung“, so Schwarz. Die Auferstehung bedeute, dass Gott mit uns ist, mit uns geht, mit uns lebt, und er auf die Fragen der Menschen Antworten geben kann. „Jesus ist gekommen, um mit den Menschen den Weg vom Leben zum Leben über die Schwelle des Todes zu gehen“, und auf die Sehnsucht und Frage nach Leben mit Ewigkeit zu antworten, so Schwarz. „Für jede und jeden von uns“.