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Militärbischof Freistetter eröffnet Maximilianjahr in Niederösterreich

Sankt Pölten, 9.1.2019 (dsp) Im Zeichen des vor 500 Jahren verstorbenen Kaisers und Begründers des Habsburger-Weltreichs steht in den Bundesländern Niederösterreich, Tirol und Oberösterreich das Maximilianjahr. Mit der Weihe eines neuen Altars und des neu gestalteten Kaiser-Maximilian-Grabs wird es am kommenden Freitag, 11. Jänner 2019, in Wiener Neustadt kirchlich eröffnet.

Militärbischof Werner Freistetter leitet die Heilige Messe um 10.30 Uhr in der Georgskathedrale. Das gotische Gotteshaus, das im Krieg fast völlig zerstört wurde, war 1459 auch die Taufkirche des „letzten Ritters“ Maximilian I.

Der Habsburger wurde 1477 Herzog von Burgund, 1486 römisch-deutscher König, 1493 Herr der Habsburgischen Erblande und schließlich von 1508 bis 1519 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation. Seine Hauptresidenz war die Innsbrucker Hofburg, sein Sterbeort die Welser Burg, sein Geburts-, Tauf- und Grablegungsort schließlich Wiener Neustadt.

Niederösterreich stand seit 1485 unter der Herrschaft des ungarischen Königs Matthias Corvinus, der ungehindert in Wien residierte. Nach dessen Tod 1490 konnte Maximilian I. die verlorenen Gebiete zurückerobern. Der Friede von Preßburg (1491) mit König Wladislaw II. von Ungarn und Böhmen aus dem Haus der Jagiellonen beendete endgültig die ungarische Herrschaft in Niederösterreich.

1494 kam es auch zu einer Einigung mit dem Bistum Passau über die an Ungarnkönig Matthias Corvinus verpfändete und von Kaiser Maximilian I. zurückeroberte Stadt Sankt Pölten, die in weiterer Folge landesfürstlich wurde.

Das Geld für Kriege, Hofhaltung, Verwaltung, Bautätigkeiten und Turniere floss zunächst hauptsächlich aus den Silber- und Kupfergruben rund um Schwaz in Tirol und dann aus horrenden Krediten der Fugger, einer Augsburger Bankiersfamilie, der Maximilian I. die Bergwerke verpfändete sowie ihnen zahlreiche wirtschaftliche Privilegien verlieh. Die Fugger wurden so zum größten Bankhaus ihrer Zeit mit einer monopolähnlichen Stellung in Bergbau und Handel.

weitere Informationen:
  • Ausstellung „des Kaisers neuer Heiliger“ zeigt Dokumente zur Übertragung und zur „Medieninszenierung“ des Habsburg-Babenberg-Mythos im 16. Jahrhundert: www.stift-klosterneuburg.at
  • „... in Fried und Einigkeit ...“ Im Sommer 1497 traf sich der damalige römisch-deutsche König Maximilian I. mit einer Gesandtschaft des türkischen Sultans auf einer Wiese vor dem Zisterzienserkloster Stams. Er versuchte Frieden zwischen christlichem Abendland und dem islamischen Osmanischen Reich zu schaffen, was allerdings misslang. (Schau vom 13. April bis 27. Oktober 2019: www.stiftstams.at).
  • Die Innsbrucker Hofkirche mit dem Kenotaph steht im Zentrum der Tiroler Landesausstellung in Schloss Ambras (11. April bis 31. Oktober 2019, www.schlossambras-innsbruck.at)
  • Das Stadtmuseum von Wels, Sterbeort des Kaisers, bietet eine Sonderausstellung mit dem Titel „Maximilian I., Kaiser - Reformer – Mensch“. Sie setzt einen Schwerpunkt auf Druckkunst, die der Kaiser zur publikumswirksamen Darstellung seiner persönlichen und politischen Ziele nutzte: 21. März bis 27. Oktober 2019 (www.oberoesterreich.at/oesterreich/poi/400915/stadtmuseum-wels-burg.html)