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Diözese Sankt Pölten: Weniger Austritte und mehr Freiwillige

Menschen auf dem Kirchplatz

St. Pölten, 09.01.2019 (dsp) Die Zahl der Austritte, also der Abmeldungen bei den Kirchenbeitragsstellen, war in der Diözese Sankt Pölten im vergangenen Jahr weiter rückläufig. 2018 gab es 4.573 Abmeldungen, 2017 waren es 4.838. Das entspricht knapp 6 Prozent weniger Austritte als im Vorjahr. Weitere erfreuliche Trends in der aktuellen Kirchenstatistik sind steigende Zahlen bei den Firmlingen und bei den Freiwilligen.

Die Gesamtzahl der Katholiken, die ihren Hauptwohnsitz in der Diözese Sankt Pölten haben, beträgt nun 490.453 Menschen. 2017 waren es 496.645, das sind rund 70 Prozent der Niederösterreicher im Gebiet der Diözese Sankt Pölten. Der leichte Rückgang ist auf die niedrigeren Abmeldungen bei den Kirchenbeitragsstellen, auf ein Defizit bei den Zu- und Abwanderungen und auf die anhaltende Stagnation bei Geburten und Taufen zurückzuführen. So standen 2018 nach vorläufigen Zahlen 5.102 Sterbefällen von Katholiken nur 4.087 Taufen gegenüber.

372 Menschen sind 2018 wieder in die Gemeinschaft der Kirche eingetreten oder von einer anderen Konfession konvertiert. 22 Personen haben den Austritt innerhalb von drei Monaten widerrufen. Da die Meldungen des letzten Quartals noch nicht vollständig vorliegen, dürften die endgültigen Zahlen leicht rückläufig etwa jenen von 2017 entsprechen.

Durch die stabilen Beitragszahlen können wesentliche kirchliche Tätigkeiten in gesellschaftlicher, sozialer und struktureller Hinsicht wahrgenommen werden. So fließen in Sankt Pölten beispielsweise Beitragszahlungen in die Caritas, kirchliche Strukturen und Tätigkeiten, die Erhaltung pfarrlicher Strukturen und Gebäude und einer Vielzahl weiterer Leistungen.

Erfreuliche Zahlen bei Firmungen und ehrenamtlichen Einsatz

Die Entwicklung beim Sakrament der Firmung, das junge Menschen durch die Kraft des Heiligen Geistes auf ihr Leben als Erwachsene vorbereiten soll, ist Anlass zur Freude: 4.434 Firmungen im Jahr 2017 stehen 4.477 Firmungen 2018 gegenüber.

Im Steigen begriffen ist auch der ehrenamtliche Einsatz sowohl bei Projekten als auch in Pfarren und anderen kirchlichen Bereichen. So sind rund 360.000 Freiwillige mit mehr als 1,4 Millionen Arbeitsstunden in kirchlicher Freiwilligenarbeit in ganz Österreich ein Rückgrat der Freiwilligenarbeit, so auch in der Diözese Sankt Pölten. Die von Jahr zu Jahr erfolgreiche Aktion „72 Stunden ohne Kompromiss“ steht stellvertretend für viele Projekte, die nur dank der immer größer werdenden Zahl an Freiwilligen verwirklicht werden können. Dieses Jahr nahmen 300 Jugendliche an der Aktion in der Diözese Sankt Pölten teil.

Der Direktor der Pastoralen Dienste der Diözese Sankt Pölten, Johann Wimmer, dankt allen, die mit ihrem Kirchenbeitrag die Arbeit der Kirche für die Menschen im Westen Niederösterreichs unterstützen. „Wachstum ist ein Zeichen der Hoffnung und Zuversicht. Die Zahlen bei den Firmlingen und den Freiwilligen in der Diözese Sankt Pölten wachsen, das macht mich als Direktor der Pastoralen Dienste der Diözese Sankt Pölten zutiefst dankbar und zuversichtlich.“ Wimmer betonte, dass in einer Zeit des Wenigerwerdens jedes Wachstum kostbar ist und einem Auftrag gleichkommt: „Die Kraft und auch die Glaubwürdigkeit der Kirche liegt auch in den vielen Menschen, die sich mitten in den Gemeinden, den Pfarren im Sinne der Kirche einsetzen. Zugleich sind diese wachsenden Zahlen ein großer Auftrag für die Leitungsverantwortlichen in den Pfarren und auch in der Diözese“. Er betonte erneut die Notwendigkeit einer jährlichen „Zählsorge“, die auch für Wirkung und Funktion der Kirche wesentlich ist. Gleichzeitig finde die Kirche in der Seelsorge statt, „und hier wirken nicht die großen Zahlen, sondern es reicht der einzelne, sich den Menschen zuwendende Mensch. Da zählen nicht so sehr die großen Zahlen, da genügen zwei oder drei, die sich im Namen Gottes versammeln. Wir dürfen auf eine menschliche, eine willkommensfreundliche Atmosphäre in unserer Kirche, in den verschiedensten Aufgaben und auch in den Pfarren achten.“, so Wimmer.