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Winterwald
 
 

Stifterin des St. Pöltner Karmels kehrte zurück

Sarg der Fürstin Maria Antonia Josepha Montecuccoli

St. Pölten, 28.06.2017 (dsp) Seltenheitswert hatte die Neubestattung der Gebeine von Maria Antonia Josepha Montecuccoli (1672-1738) am 24. Juni in der Prandtauerkirche, die sich ihrem frommen Sinn und ihrer Wohltätigkeit verdankt. Denn bereits 279 Jahre früher war ihr Sarg in der Kirchenkrypta bestattet worden.

Nach der Aufhebung des Karmels durch Kaiser Josef II. wurde er allerdings vom Erben in die Schlosskirche Walpersdorf verbracht. Mit der Rückführung des Sarges sollte auch wieder der testamentarische Wille der Fürstin erfüllt werden.

„Wer das Leben dieser Frau kennt, ehrt sie als zeitloses Vorbild der Gottes- und der Nächstenliebe. Diesen Geist suchen wir durch die Rückführung unter uns zu stärken, aber auch für ihre Seelenruhe wollen wir beten, wie sie es in ihrem Testament verfügt hat“, so Kirchenrektor Offizial Reinhard Knittel.

Der äußere Kupfersarg und der innere Holzsarg wurden bei dieser Gelegenheit auch restauratorisch stabilisiert. Ein neues Podest aus Rochlitzer-Porphyr mit Inschrift trägt den Sarg. Die Kosten trug der Förderverein „Baujuwel Prandtauerkirche“.

Anwesend bei dieser feierlichen Liturgie waren Angehörige der Familien Colloredo-Mannsfeld und Montecuccoli. Auch Vizebürgermeister Franz Gunacker und andere Stadtpolitiker gaben dieser großen Frau die Ehre, die für die barocke Baugestalt der Stadt St. Pölten bedeutend war.