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„Die Barmherzigkeit Gottes ist größer als alles“

St. Pölten, 20.04.2013 (dsp) Als „Stunde der letzten Wahrheit“ bezeichnete P. Bernhard Vošicky das Gericht bei der Wiederkunft Jesu Christi. Der Subprior des Zisterzienserstiftes Heiligenkreuz im hielt die 7. Katechese zum „Jahr des Glaubens“ in der Franziskanerkirche in St. Pölten zum Thema „Endzeit und Apokalypse“. Im „Angesicht der ewigen Wahrheit“ werde alles enthüllt und entschleiert, das Verborgene endgültig aufgedeckt – dies sei die Bedeutung des Wortes „Apokalypse“. Gleichzeitig werde erkannt, dass „die Liebe stärker ist als der Tod“ und die „Barmherzigkeit Gottes größer ist als alles“, so der Professor für Liturgiewissenschaften an der Hochschule in Heiligenkreuz.

Die Entscheidung für oder gegen die Liebe Gottes werde jedoch nicht erst bei der Begegnung mit Gott „von Angesicht zu Angesicht“ getroffen, sondern bereits während des gesamten Erdenlebens. „Jetzt ist die Zeit der Umkehr, der Bekehrung und der Gnade“, betonte Vošicky. „Solange wir leben, können wir Gottes Gnade, seine ausgestreckte Hand annehmen oder zurückweisen.“ Niemals sei es Gott, der verdamme, sondern der Mensch selber, wenn er die Liebe Gottes zurückweise und ablehne.

Deswegen sei es entscheidend, dass Christus bereits jetzt „in unseren Herzen ankommt“, wie Vošicky sagte. Nach Bernhard von Clairvaux gebe es ein dreimaliges Kommen Jesu: Die erste Ankunft „in Demut“ als Retter bei der Menschwerdung, die Wiederkunft „in Herrlichkeit“ als Richter am Ende der Zeiten und den „mittleren Advent“, die „Gottesgeburt im Menschen“. Ein guter Weg dorthin sei die „tägliche Begegnung mit dem Auferstandenen“, die Vošicky als „Programm“ für die Zeit zwischen Ostern und Pfingsten empfahl: „Wie die Jünger mit dem Auferstandenen essen und trinken, das heißt, ihn in der Eucharistie zu empfangen.“

Die Katechese zum Nachhören