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St. Pölten, Franziskanerkirche
 
 

Die Auferstehung und der „Urknall des persönlichen Glaubens“

St. Pölten, 16.02.2013 (dsp) Um an Jesus Christus und seine Auferstehung zu glauben, brauche es einen „Urknall des persönlichen Glaubens“, sagte Sr. Michaela Gehart von den Franziskanerinnen Missionarinnen Mariens bei der 5. Katechese zum „Jahr des Glaubens“ in der Franziskanerkirche St. Pölten. Es sei eine existentielle Erfahrung des Auferstandenen nötig, denn „sonst nützt unser ganzes Wissen um den historischen Jesus nichts“. Diese Begegnung gehe immer von Gott aus, betonte Gehart: „Ich selbst kann es nicht machen.“ Aus dieser Ersterfahrung solle in der Folge eine immer tiefere Beziehung zum Auferstandenen werden.
Auch wenn Jesus seit seiner Auferstehung schon außerhalb der Zeit ist, sei er immer auch „im Jetzt unserer Zeit“, wie Sr. Michaela bei ihrer Katechese zum Thema „Auferstanden von den Toten – Glaube ich das?“ sagte. Jesus werde oft nur in der Vergangenheit gedacht, es gebe jedoch auch den „Jesus des Jetzt“ zu entdecken. Ein Ort und ein bildhaftes, angreifbares Zeichen wäre dafür die Eucharistie. Gehart: „Wenn wir an der Messe teilnehmen dann feiern wir uns hinein in die Lebenshaltung Jesu – da werden wir nicht nur daran erinnert, dass und wie Jesus sich dem Vater ganz überlassen und anvertraut hat, sondern wir sind auch angehalten, es ihm gleichzutun, uns einzuüben.“

Beim Glauben an die Auferstehung Jesu gehe es weiters nicht nur darum zu hoffen, dass wir auch einmal auferstehen, sondern „dass wir unser jetziges konkretes Leben danach gestalten“, führte Gehart aus. Es gehe „ganz praktisch“ darum, ob die Auferstehung tatsächlich einen „Mehrwert“ in mein Leben bringe. „Alles, was ich nicht ansatzweise in meinem konkreten Leben, Handeln, in meiner Motivation schon sehen kann, glaube ich im Grunde nicht wirklich“, so Gehart. Bleibt der Glaube nur als „etwas Aufgesetztes, dann ist er wie ein altmodisches Kleid, das ich dann und wann anziehe – dann werde ich als Christ eine schräge Figur“. So sollten wir uns immer wieder die Frage stellen, ob man an unserem Leben erkennen könne, dass wir zu Jesus gehören. Schließlich sei die Hoffnung auf Vollendung „nicht eine Vertröstung, die mich dispensiert von meinem Handeln in der Welt“.

Der Glaube an Jesus Christus sei keine Versicherung, dass wir ohne Leid und Probleme durchs Leben gingen, dass wir reicher oder glücklicher lebten, betonte die Franziskanerin. Glaube gebe jedoch das Vertrauen, dass Gott gegenwärtig sei und mit uns mitgehe, und dass er durch Menschen, die ihm nachfolgen, die Welt verändern und menschlicher machen könne. Sr. Michaela lud dazu ein, die diesjährige Osternacht, in der das Taufversprechen erneuert wird, zu nutzen. Dies sei der Ort, „wo wir uns entscheiden, wo wir das Leben in die Hand nehmen und ihm eine unverwechselbare Gestalt geben“.

Die Katechese zum Nachhören