Sommerkampagne 2016
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Der Himmel ist die „Erfüllung der Sehnsucht des Menschen“

St. Pölten, 16.03.2013 (dsp) Beim Thema „Himmel“ gehe es für den Menschen um die Frage nach Glück und Erfüllung, sagte Josef Kreiml, Rektor der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Pölten, bei der 6. Katechese zum „Jahr des Glaubens“ in der Franziskanerkirche St. Pölten. Wo die tiefste Sehnsucht des Menschen, die Gott selbst sei, „sich dem Menschen ganz schenkt und ihn ganz erfüllt, dort ist Himmel“, so der habilitierte Dogmatiker in seinem Vortrag „Christus: auf Erden und im Himmel“.
Mit Jesus Christus sei erstmals ein Mensch „ganz und endgültig“ bei Gott angekommen und von Gott aufgenommen worden. So bedeute Christi Himmelfahrt den endgültigen Neuanfang und die endgültige Erfüllung der menschlichen Sehnsucht: „Die Erfüllung, auf die wir Menschen pilgernd zugehen, der Himmel, den wir uns erhoffen, ist uns in Jesus Christus geschenkt.“ Der Himmel könne jedoch nicht durch eigene Taten und aus eigener Kraft errungen werden, betonte Kreiml, sondern „Gott eröffnet ihn uns aus Gnade“.

Die Erhöhung Jesu Christi sei zugleich die Erhöhung des Menschen zu Gott. Die Botschaft von der Himmelfahrt Jesu erweise sich damit als Botschaft der Hoffnung, erklärte Kreiml. Sie mache uns zuversichtlich, dass unser irdisches Dasein „nicht im Staub des Ackerbodens und nicht in der Wüste des Nichts“ ende, sondern schließlich in das Leben der kommenden Welt einmünde. „Im geschlossenen Raum unseres gegenwärtigen Lebens öffnet uns Jesus Christus eine leuchtende Tür zu einem zukünftigen Leben.“ In diesem Sinn sei Jesus das Ziel, auf das wir zustreben und zu dem Gott alle Menschen und die ganze Schöpfung führen wolle, so Kreiml.

Weitere Veranstaltungen zum "Jahr des Glaubens": jahrdesglaubens.dsp.at