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Kottes-Purk, Gemeinde Kottes-Purk
 
 

Das Kreuz sucht die Antwort des Menschen

St. Pölten, 18.01.2013 (dsp) Die Erlösungstat Jesu Christi am Kreuz „sucht nach der Antwort und die Annahme durch den Menschen“, betonte Abt Columban Luser vom Benediktinerstift Göttweig bei der 4. Katechese zum „Jahr des Glaubens“ in der Franziskanerkirche in St. Pölten. Das Kreuz sei „die große Einladung Gottes, das Leben des drei-einen Gottes mitzuleben“. Dies geschehe vor allem in der Kirche, die die Aufgabe in sich trage, „Sakrament“ zu sein „für die innigste Vereinigung mit Gott wie für die Einheit der ganzen Menschheit“, wie es im Konzilsdokument „Lumen Gentium“ heißt.

Was beim Kreuzesgeschehen äußerlich geschehe, sei aus den Berichten der Evangelien relativ gut zugänglich und nachvollziehbar, so Luser. Wesentlich schwieriger sei aber das nachzuvollziehen, was sich in diesem Geschehen „nach innen hin“ ereigne und nur dem „Auge des Glaubens“ zugänglich sei: „Der Mensch, der in freier Entscheidung alle Beziehungen mit Gott abgebrochen und die Gottferne gewählt, die Sünde gewählt hat, erlebt als deren äußerste Konsequenz die Gottverlassenheit.“ Der Sohn begebe sich an den Ort der Sünde, damit er den Ort der Verschlossenheit und Gottferne aufbrechen und für die Liebe öffnen könne, wie Luser ausführte, „damit der Ort der Sünde zu einem Ort der Gegenwart Gottes wird“, wo sich wieder Communio, Gemeinschaft, ereignen könne.

Auf die Frage, warum Gott das „Experiment Mensch“ überhaupt eingegangen sei, verwies Luser auf den „Sohn“, der „schon vor aller Zeit dem Vater gegenüber die Garantie für das Gelingen der Schöpfung und die Verantwortung dafür“ übernommen habe. Hier werde der tiefste Sinn der Menschwerdung Gottes berührt: Diese sei „weder eine Nötigung des Sohnes durch den Vater, noch eine einsame Entscheidung des Sohnes“, wie Luser betonte, sondern die „souveräne, freie Entscheidung des drei-einen Gottes“, der in seiner Liebe zum Menschen „bis zum Äußersten seiner Möglichkeiten“ gehe, um den Menschen die Gemeinschaft mit Gott zu ermöglichen.

Die Katechese zum Nachhören